Wissen im Gedächtnispalast
Unter einem Gedächtnispalast versteht man eine Erweiterung der Loci- oder Routenmethode, um Allgemeinwissen oder andere Informationen zu erlernen.
Für den effektiven Bau eines Gedächtnispalastes ist es wichtig, bereits versiert mit der bloßen Loci-Methode zu sein, da das Konzept des Gedächtnispalastes die Prinzipien der Loci-Methode verwendet, jedoch komplexer ist.
Ein Gedächtnispalast dient zur Abspeicherung verschiedenster Daten. Es kann eine Ziffernfolge sein, etwa die Nachkommastellen der Zahl Pi, oder Textstücke, historische Daten, Vokabeln, usw. Das geschieht mit Hilfe der Mnemotechnik.
In dem Palast gibt es verschiedene Plätze oder Loci, auf denen das Wissen abgelegt wird. Das kann ein Teppich, eine Vase oder eine Kommode sein. Dabei ist es sehr wichtig, lebhafte und möglichst emotionale Bilder zu erzeugen. Grundsätzlich gilt: Je lebhafter und besser die Assoziationen, desto besser und umso länger merkt man es sich.
Oft werden in Form des Palastes auch bereits Informationen ausgedrückt. So kann ein Raum, in dem Zitate von Feuerbach gespeichert werden, mit einem Bach aus Feuer durchzogen werden. Dieser Bach dient dann sowohl als Unterscheidungsmerkmal zu anderen Räumen im Palast, als auch als Identifikation mit der Information. Durch den Bach merkt sich der Benutzer, dass die Zitate dort von Feuerbach sind.

